Dein Beitrag für Tierrechte
Tiere sind systematischer Gewalt ausgeliefert. Nur in seltenen Ausnahmen hat ein Tier die Chance, für sich selbst einzustehen und kann z.B. vor der Schlachtung fliehen. Tiere brauchen dich, um für sie einzustehen. Wir stellen hier Möglichkeiten vor, sich für Tiere zu engagieren. Das kannst du auf vielfältige Weise alleine tun, stärker sind wir jedoch zusammen. Viele Gruppen und Vereine kämpfen für Tierrechte. Bist du dabei?
Handlungsoptionen des Einzelnen

Alltag und Konsum
Mach dir bewusst: Dein Konsum beeinflusst Leben. Ersetzen ist gar nicht schwer: Sojageschnetzeltes, Seitandöner und Lupinenfilets statt Fleisch; Reis-, Hafer- und Erbsendrink statt Milch; Hanf, Kork und Pilzleder statt der toter Haut. Unzählige tolle vegane Rezepte finden sich überall im Internet, vertrauter Geschmack kann öfter als erwartet vegan nachgeahmt werden. Heutzutage sind Bioläden und teilweise Supermärkte so gut aufgestellt wie früher nur vegane Onlineshops und für vegan-freundliche Restaurants gibt es Apps. Ideal ist Kauf aus bioveganem Landbau, der auch Tier-Dünger hinter sich lässt. Aber auch hinsichtlich kritischer Konzerne und Rohstoffe, Mobilität, Insekten, Sprache,… – überall kann Reflexion Tieren helfen.

Veränderung fördern
Unterstütze den Wandel: Schau mit Freund*innen Dokumentationen oder rege Diskussionen im Studium an. In die Schule kannst du Tierschutzlehrer*innen oder Projekte zu den Themen Tiere, Ethik und Umweltschutz einladen. Zu unkritischer Berichterstattung über Tierausbeutung kannst du Leserbriefe schreiben, online Tierrechtsrecherchen und Aktionsaufrufe sowie Petitionen verbreiten. Oder du bringst die Tierrechtsidee in den realen öffentlichen Raum, z.B. mit Kreidebotschaften (hier eignet sich auch unsere Webadresse gut), Auslegen veganer Magazine in Arztpraxen, etc. Drücke dich künstlerisch aus. Und achte auch bei Wahlen darauf, deine Stimme Parteien zu geben, deren Politik Tier- und Menschenrechten keine Absage erteilt.

Tieren direkt helfen
Wenn du lieber unmittelbar siehst, wie Tiere von deinem Einsatz profitieren, kannst du Tiere aus dem Tierheim oder aus Tötungsstationen gerettete Tiere aus dem Ausland adoptieren. Oder du hilfst auf einem Lebenshof oder sammelst Spenden dafür. Lebenshöfe suchen oft Freiwillige oder Sach- und Geldspenden, um langfristig Tieren helfen zu können, die aus der Tierindustrie gerettet wurden und nun einfach leben dürfen, ohne einen Verwertungszweck zu erfüllen. Natürlich kannst du Tieren auch in deiner Umgebung helfen, indem du ihnen etwa über die Straße hilfst (z.B. Krötenwanderungen) oder einen naturnahen Garten pflegst, der Tieren Nahrung und Lebensräume bietet, statt sie mit Mährobotern und Co. zu gefährden.
Bundesweite Vereine für Tierrechte
Activists for the Victims setzen bei der Beendigung der Tierausbeutung auf Aufklärung, indem sie die von so vielen Menschen meist ausgeblendeten Zustände der Tiernutzung in der Öffentlichkeit sichtbar machen und den Dialog mit Passant*innen suchen.
Ärzte gegen Tierversuche treten unter dem Motto „Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ für die Abschaffung aller Tierversuche aus ethischen und medizinischen Gründen ein. Dafür arbeiten sie mit wissenschaftlichen Vorträgen, Dokumentationsprojekten, Förderpreisen und politischer Arbeit. In den AGs des Vereins können auch Nicht-Ärzt*innen aktiv werden.
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt arbeitet zentral und mit Aktionsgruppen auf eine Welt hin, in der kein Tier mehr für die Herstellung von Lebensmitteln leidet. Dazu werden politische, rechtliche und auf Unternehmen ausgerichtete Strategien verwendet. Die Organisation setzt gleichermaßen auf die Reduktion von Tierleid im bestehenden System (z.B. Käfigfrei-Initiative) wie auf die Förderung veganer Alternativen, um den Ausstieg aus dem jetzigen System zu ermöglichen (z.B. Vegan Taste Week).
Animal Equality bringt mit Kampagnen wie der Virtual Reality Erfahrung iAnimal und dem Ernährungsprogramm Love Veg Tierleid und Handlungsoptionen in die Öffentlichkeit und setzt sich andererseits mit Kampagnen bei Politik und Unternehmen für die Abschaffung von Käfigen, Kastenständen und Co. ein. Möglichkeiten, vor Ort aktiv zu werden, bietet die Organisation als sog. Animal Defender.
Animal Rebellion setzt sich mit kreativen Protestaktionen gegen die Tierindustrie ein. International ist die Vereinigung u.a. durch Aktionen zivilen Ungehorsams bekannt. Ziel ist die Beendigung politisch subventionierter Tierausbeutung zugunsten tierfreier Landwirtschaft und Renaturierung.
Animal Rights Watch (ARIWA) setzt sich zum einen mit Undercoverrecherchen für die Achtung der Interessen und Rechte von Tieren ein, zum anderen organisieren Ortsgruppen vielfältige Aktionen, von regelmäßigen veganen Brunches und großen Straßenfesten bis zu den jährlich in vielen Städten ausgerufenen Demonstrationen für die Schließung aller Schlachthäuser.
Animal Save Movement verfolgt einen von Tolstoy und Gandhi inspirierten Ansatz des sozialen Wandels durch Bezeugen des Leidens der Tiere. Die Organisation veranstaltet dazu maßgeblich Mahnwachen vor Schlachthäusern und lädt alle Menschen dazu ein, teilzunehmen, um sich selbst vom Grauen der Tierindustrie zu überzeugen und Teil der Bewegung zu werden, die es beenden will.
Animals United ist ein Verein mit Aktionsgruppen in Süddeutschland. Die Organisation tritt in allen Bereichen gegen Tierausbeutung und Tierleid ein, wobei besondere Aufmerksamkeit auf die Themen Zirkus, Pelz und Tierversuche fällt. Es wird eine Ausbildung zur Tierschutzlehrkraft angeboten und die Festivalreihe Vegan Beats organisiert.
ANINOVA kämpft mit Undercoverrecherchen, Tierrettungen und Öffentlichkeitsarbeit für eine vegane Gesellschaft und die Freiheit aller Tiere. Auf der Website findest du auch Tipps, um Tierleid zu melden.
Gemeinsam gegen die Tierindustrie versteht sich als bewegungsübergreifendes Bündnis mit dem Ziel einer Agrarwende hin zu einer solidarischen und ökologischen Produktions- und Organisationsweise, die nicht auf Kosten anderer erfolgt. Regionalgruppen gibt es in Hamburg, Nordhessen, Berlin-Brandenburg sowie Bayern. Demonstrationen und Aktionen zivilen Ungehorsams werden dabei auch überregional organisiert.
PETA Deutschland macht sich für die Überwindung von Speziesismus und die Etablierung von Tierrechten stark und setzt dabei unter anderem auf medienwirksame Aktionen, Strafanzeigen und Beratung von Unternehmen. Es werden ebenso Politiker*innen konfrontiert wie Heimtiere im Ausland, einschließlich Kriegsgebieten, gerettet. Mitwirken lässt sich in den Peta Streetteams.
SOKO Tierschutz leistet als kleines Team durch Undercoverrecherchen und Medienarbeit Aufklärung und organisiert fallbezogene Demonstrationen. Auf diese Weise konnte schon die Schließung von Schlachthöfen und Tierversuchslaboren erreicht werden.
Die Tierbefreier*innen treten für die gesellschaftliche Befreiung nichtmenschlicher Tiere und Menschen aus allen Nutzungs-, Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen ein. Zum Repertoire gehören Aufklärungsarbeit, Herausgabe des Magazins „Tierbefreiung“, Unterstützung für Aktive der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung bei staatlicher Repression sowie Pressearbeit für sonst anonyme Tierbefreiungen oder Aktionen des Zivilen Ungehorsams.
Vegans for Future treten mit Ortsgruppen in Deutschland und Österreich für eine vor allem ökologisch begründete Wende im Agrar- und Ernährungssystem an, die eine Transformation hin zu einer veganen Gesellschaft umfasst. Dafür legen sie einen 10-Punkte-Plan vor.
Lokale Gruppen für Tierrechte
Tierrechte Hildesheim ist die seit Ende 2025 aktive unabhängige Gruppe, die hinter tierrechte-jetzt.de steht. Unsere Aktiven bringen Erfahrung aus anderen Vereinen und Gruppen mit und wollen die Tierrechtsidee in Hildesheim hör- und sichtbar machen. Dazu veranstalten wir Protestaktionen mit aufklärenden Kurzdurchsagen, sowie kreative Aktionsformen wie Straßentheater.
Wir empfehlen auch einen Blick auf diese Karte (externer Link: tierrechtsaktivismus.org), die zahlreiche unabhängige wie auch zu Vereinen gehörende Gruppen sowie Lebenshöfe zeigt, die sich für Tierrechte bzw. die vegane Lebensweise einsetzen.
Gerne möchten wir hier weitere unabhängige Tierrechtsgruppen vorstellen. Wenn du deine Gruppe vorstellen möchtest, schick uns gerne eine Mail mit einem kurzen Vorstellungstext (2-4 Sätze) und wir prüfen gern eine Aufnahme.
