Zeit für Veränderung

Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Tier „ohne vernünftigen Grund“ zu töten. Tierschutz ist laut Grundgesetz Staatsziel.

Die Wirklichkeit sieht anders aus: Allein in Deutschland werden jährlich hunderte Millionen Tiere industriell getötet, für Gaumenkitzel, Mode und Co. Viele landen im Müll. Millionen weitere werden in grausamen Tierversuchen missbraucht, andere gejagt, vergiftet, erschlagen.

Alle Tiere streben nach einem lebenswerten Leben. Deshalb braucht es die Anerkennung von Tierrechten.

Überblick der wichtigsten Tierrechtsthemen im A-Z

Angeln

Wo sich ein Angelhaken ins Gesicht eines Fisches bohrt, sitzen empfindliche Schmerzrezeptoren. Aus dem Wasser gezogen, winden sich Fische im Todeskampf. Selbst wenn geangelte Fische zurückgeworfen werden, etwa weil sie nicht der gewünschten Tierart entsprechen, sterben viele in Folge ihrer Verletzungen. Dass als Köder Würmer, Bienenmaden, Grashüpfer und andere Fische herhalten müssen, erhöht nur die Grausamkeit. Weitere Opfer sind immer wieder Vögel, die sich an zurückgebliebenen Angelschnüren und Haken verletzen – nicht selten tödlich. Angeln ist Gewalt und sollte nicht als Sport, Wettbewerb oder Erholung verklärt werden.

Aquakultur

Weil in den Meeren infolge exzessiver Fischerei immer weniger Tiere leben, stammt inzwischen jeder zweite gegessene Fisch aus Zuchtanlagen. Auch diese sogenannte „Aquakultur“ braucht je nach Tierart bis zu 20 Kilo gefangene Fische pro Kilogramm Zuchtfisch. Zusätzliche Umweltbelastung entsteht durch Exkremente, Antibiotika oder zerstörte Mangrovenwälder. Die Tiere fristen ein trostloses Dasein, wo sie sonst tausende Kilometer in Freiheit schwimmen. Sie leiden unter Krankheiten und Verletzungen, etwa durch Seeläuse, die sich mit der Zucht verbreiten. Recherchen zeigen Tiere, denen Augen und Fleischstücke fehlten. Garnelen werden oft gezielt die Augen entfernt, um ihre Fortpflanzung anzukurbeln.

Artensterben

Wir leben im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier. Schätzungsweise 150 Tier- und Pflanzenarten sterben jeden Tag aus. Die Geschwindigkeit, in der Arten aussterben, ist durch menschlichen Einfluss um das hundert- bis tausendfache erhöht. Hauptgrund sind Lebensraumverluste wie die Zerstörung des Amazonasregenwaldes, die zum größten Teil durch die Tierindustrie erfolgt (Weideflächen und Futtermittel). Der zweite Grund ist die direkte Bejagung einschließlich der Fischerei. Dazu kommen Klimawandel und Aussterbekaskaden. Eine der größten Bedrohungen unserer Zeit resultiert also wesentlich daraus, dass die Menschheit bedenkenlos andere Tiere dem nur vermeintlich eigenen Interesse unterwirft und tötet.

Daunen

Daunen sollen Enten und Gänse warm halten. Kommen Daunen in Jacken oder Decken vor, wurden sie diesen Tieren vorher entrissen – nach der Schlachtung oder auch bei lebendigem Leib. So werden einem Tier viermal oder häufiger in seinem verkürzten Leben die Federn aus dem Körper gerissen. Nicht selten werden im Akkord-Rupf Flügel gebrochen. In der EU verboten, werden dennoch Schlupflöcher und geringe Kontrollen genutzt, solange die Zucht, Nutzung und Tötung der Tiere erlaubt bleibt – oder die Daunen sind ohnehin importiert. Selbst wenn die Tiere nicht lebend gerupft wurden, leben sie unter erbärmlichen Bedingungen ohne Wasserzugang. Einige von ihnen leiden zusätzlich für Stopfleber durch Zwangsfütterung mit Rohren im Hals.

Eier

Von Natur aus legt ein Huhn etwa ein Dutzend Eier im Jahr. Durch Hochzüchtung sind es heute oft 300. Nach nur einem Jahr Eierlegen ist das Tier am Ende seiner Kräfte, Eileiterentzündungen und Knochenbrüche sind keine Seltenheit. Jährlich werden alle Hühner getötet. Sie könnten zehnmal so alt werden. Diese Praxis ist jedoch in allen Haltungsformen üblich. Genau wie das Halten von tausenden Tieren. Das Bild oben zeigt einen Biobetrieb. Männliche Küken werden nicht benötigt und wurden bis 2022 auch in Deutschland am ersten Lebenstag geschreddert oder vergast. Heute lässt die Industrie das im Ausland erledigen oder tötet die männlichen Tiere als Embryos oder nach wenigen Wochen des Mästens. Lebensverachtend bleiben alle Varianten.

Fischerei

Menschen töten zum Konsum rund zehnmal so viele Fische wie alle Landwirbeltiere zusammen. Die jährlich Getöteten würden aneinandergereiht von der Erde zur Sonne und zurück reichen. Jeder dieser Fische stirbt grausam. In Netzen aus der Tiefe gezogen, werden ihre Augen und inneren Organe beim Druckabfall aus dem Körper gepresst. Ihr Erstickungstod kann viele Minuten oder gar Stunden dauern. Viele werden noch bei Bewusstsein zerlegt. Andere verbluten an den tausenden Haken von kilometerweit ausgelegten Langleinen. Als Beifang sterben auch Robben, Delfine, Schildkröten, Meeresvögel und viele andere. In verlorenen oder zurückgelassenen „Geisternetzen“ sterben zusätzliche Tiere völlig sinnlos. 

Fleisch

Tiere werden für Fleisch nach extrem kurzen Lebenszeiten getötet – bei Hühnern ca. 6 Wochen, bei Schweinen 6 Monate, praktisch kein Tier darf älter als zwei Jahre werden. In dieser Zeit werden sie, eigentlich noch Kinder, in die Körper fetter erwachsener Tiere gemästet. Sie leiden unter Stress und in der Folge oft Kannibalismus, sowie gezielten Verstümmelungen an Schwänzen oder Schnäbeln, um diesen zu vermeiden. Zuchtsauen stehen die meiste Zeit in Käfigen, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Haben sie ihre Kinder geboren, werden diese teils in der Enge zwischen Mutter und Gitter zerquetscht. Andere werden (illegal aber üblich) von Menschenhand erschlagen, weil sie zu schwach für die Mast erscheinen.

Heimtiere

Kleintiere in Zoohandlungen stammen oft aus Massenzuchten, wo tausende in engen gestapelten Boxen leben und viele an Vernachlässigung sterben, ehe sie in den Verkauf kommen. Im Verkauf herrscht Profitorientierung: schwächere Tiere enden schnell als Schlangenfutter. Reptilien und Fische sind oft Wildfänge, hier sterben viele beim Transport oder Betäubungsgifte verkürzen ihre Lebenserwartung. Katzen und Hunde werden über das Internet aus illegalen Zuchten verkauft. Nach fatalen Schönheitsstandards überzüchtet, leiden viele unter Organschäden. In Wohnungen leben unzählbare Tiere in engen Käfigen und sterben viel zu früh. Hamstertode in Staubsaugern sind dabei genauso ein Skandal wie von Jägern erschossene Katzen.

Honig

Ein Teelöffel Honig ist das Lebenswerk einer Biene. Es ist gesammelter und wieder erbrochener Nektar. Bienen lagern Honig als Nahrung für den Winter ein. Dieser wird von Menschen durch billige Zuckerlösung ausgetauscht, die bei den Bienen zu krankhaften Magen-Darm-Störungen und verkürzter Lebenserwartung führt. In der industriellen Honigproduktion werden zahllose Bienen in maschinellen Prozessen zerquetscht, aber auch in kleineren Imkereien werden ganze Bienenvölker mit Schwefel ausgelöscht, wenn sie krank oder einfach nicht produktiv genug sind. Bienenköniginnen werden zur besseren Kontrollierbarkeit verstümmelt und später getötet, wenn Verhalten oder Eiermenge nicht mehr den Erwartungen entsprechen. 

Insekten

Bei Insekten geschieht die Tötung oft gedanken- und bedenkenlos. Sie werden in schädlich und nützlich eingeteilt, ignorierend, dass sie alle wichtig für Ökosysteme, sich selbst oder ihre Nachkommen sind. Dennoch werden auch sogenannte Nützlinge wie Silberfische aus niederen emotionalen Beweggründen wie Ekel systematisch vernichtet. Mit Düften werden viele in grausame klebende Fallen gelockt. Dabei ließen sie sich mit anderen Duftstoffen fernhalten. Weil ihr Leid wenige kümmert, werden sie ungezählt und massenhaft in Tierversuchen verbraucht. Wurmlarven, Heuschrecken und Grillen werden inzwischen unnötig gezüchtet und etwa zu Burgern verarbeitet, obwohl es längst pflanzliche Alternativen gibt.

Jagd

Wälder sind heute wirtschaftliche Nutzplantagen, in denen heimische Rehe als vermeintliche Schädlinge abgeschossen werden. Familienverbände werden zerstört, wenn Leitbachen von Wildschweinrudeln erschossen werden oder Partner monogam lebender Füchse. So werden keine Bestände reguliert, sondern natürliche Regulationen zunichte gemacht. Andere Tiere wie Fasane wurden erst zur Bejagung hierzulande angesiedelt. Angeschossene Tiere sterben nach qualvollen Stunden. In Fallen gefangene Tiere beißen sich manchmal Gliedmaßen ab, um zu entkommen. Füchse werden mit Hunden aus ihren Bauten gejagt, was an lebenden Tieren trainiert wird. Jagd dient der Tötungslust, im Wald wie beim Jagdtourismus in Afrika.

Klimawandel

Die klimaschädlichsten Gase kommen zu großen Teilen aus der Tierhaltung. Durch die Vernichtung von Regenwäldern und Mooren wird CO2 freigesetzt, durch die Düngung im Futtermittelanbau Lachgas, durch die Haltung so vieler Rinder Methan. Gleichzeitig steigt weltweit die Nachfrage nach Tierprodukten: so wächst der größte Einflussfaktor auf den Klimawandel weiter. Dabei wäre es eine echte Chance für das Klima, könnten auf landwirtschaftlichen Flächen wieder Wälder wachsen. Global steigen die Temperaturen bereits schneller als befürchtet. Unzählige Tierarten leiden unter den Folgen. 90% der Erwärmung trifft die Ozeane – mit dramatischen Folgen für zentrale Lebensräume wie Korallenriffe, Seegraswiesen oder Tiefsee. 

Kulturfolger

Aus Mangel an Lebensräumen zieht es manche Tiere in die Stadt. Tauben gelten hier oft als störend, dabei haben sie sich erst durch den „Taubensport“ so weit verbreitet. Dieser beinhaltet das Aussetzen der treuen Tiere hunderte Kilometer von ihren Partnern entfernt. Auf der Reise nach Hause stranden viele in fremden Städten und leiden und sterben durch Verkehr, Mangel an adäquater Nahrung und Schnüren, die ihre Beine verstümmeln. Dazu kommt gezielte Bekämpfung. Diese ist auch bei Ratten allgegenwärtig. Unzählige Fallen bringen ihnen einen grausamen Tod durch langsam wirkendes Gift, damit ihre schlauen Artgenossen keine Verbindung zu den Fallen ziehen können. Die Tiere verbluten innerlich.

Leder

Das meiste Leder stammt aus Südostasien. Oft ist es die Haut „Heiliger Kühe“ aus Indien, die in Nachbarländern getötet werden, teils nachdem sie mit gebrochenen Schwänzen und Chili in den Augen zum Ort der Schlachtung getrieben wurden. Die Tötung erfolgt oft, indem ihnen stumpfe Sägen den Hals durchtrennen. Manche werden bei Bewusstsein gehäutet. Ähnlich ergeht es Ziegen und Büffeln. In Gerbereien stehen Menschen, teils Kinder, barfuß in den giftigen Chemikalien, welche die Haut haltbar machen sollen. Für Exotenleder werden Krokodile mit Hämmern erschlagen oder mit Luft aufgepumpt, bis ihre Organe platzen. Für Fußballschuhe werden Kängurus erschossen. Auch Hunde- und Katzenleder ist falsch deklariert im Handel.

Milch

Kühe werden jedes Jahr künstlich geschwängert, damit sie ein Kalb zur Welt bringen und so der Milchfluss angeregt wird. Die Tiere sind massiv überzüchtet, unnatürlich große Euter erzeugen übergroße Mengen Milch und führen zu Rückenleiden. Um die größtmögliche Milchmenge für den menschlichen Konsum abzupumpen, trennt man Mutter und Kind bereits kurz nach der Geburt. Beide rufen tagelang nacheinander. Das Kalb wird jedoch isoliert, gemästet und geschlachtet. Seine Mutter erlebt denselben Prozess jedes Jahr. Einige entwickeln aus Frustration Verhaltensstörungen wie Zungenrollen und fliehen so in einen schlafähnlichen Zustand. Nach etwa fünf Jahren werden sie wegen nachlassender Milchproduktion getötet.

Pelz

Für einen einzigen Pelzmantel sterben Dutzende bis hunderte Tiere. Aber auch der Pelzbesatz an Kapuzen oder Accessoires stammt oft von echten Tieren. Marderhunde, Füchse, Nerze und andere werden dafür auf sogenannten „Pelzfarmen“ in engen Drahtgitterkäfigen gehalten. Hat ihr Körper das dichte Winterfell angesetzt, werden sie mit Abgasen vergast oder mit Elektroschocks getötet. Manchen wird bei vollem Bewusstsein der Pelz vom Leib gezogen. Andere Tiere wie Waschbären werden mit Fallen gefangen. Deklarationen sind teils bewusst irreführend oder gar nicht vorhanden. Ob der Pelz letztlich von Katzen, Eichhörnchen, Kaninchen oder Füchsen stammt – sie alle leiden gleich.

Reiten

Pferde, die zum Reiten gehalten werden, stehen einen Großteil ihres Lebens trostlos in Boxen oder auf kleinen Weideflächen. Viele zeigen Verhaltensstörungen wie Weben oder Koppen. Für fragwürdige Kunststücke wird der Wille der Fluchttiere gebrochen, mittels Peitschen, Sporen und Kandaren, die immer wieder Verletzungen hinterlassen. Je fordernder der Reitsport, desto häufiger sind Beinverletzungen, die in der Tötung des Tieres resultieren. Auch Tiere, die nicht mehr dem Nutzbarkeitsanspruch der Menschen entsprechen, werden geschlachtet. Tausende Pferde enden jedes Jahr in deutschen Schlachthöfen, weitere werden in Länder exportiert, in denen sie als Delikatesse gelten.

Seide

Alles, was aus Seide gemacht ist, hat seinen Ursprung in den seidenen Fäden der Seidenraupe. Die Raupen spinnen aus diesem bis tausende Meter langen Faden ihre Kokons, um sich zu Seidenspinnern zu verpuppen. Um die unbeschädigte Seide zu gewinnen, werden die verpuppten Tiere in kochendes Wasser geworfen oder durch heißen Wasserdampf verbrüht. Bevor sie auf diese Weise sterben, versuchen sie noch so verzweifelt wie zwecklos, ihrem Tod zu entkommen. Für ein einziges Seidenkleid sterben mehrere tausend Tiere. Die wenigen, die zum Zweck der Fortpflanzung als Falter schlüpfen dürfen, sind so gezüchtet, dass sie nicht mehr fliegen oder fressen können. Sie vermehren sich, dann sterben sie elendig.

Tierversuche

In deutschen Laboren und Universitäten leiden und sterben jährlich Millionen Tiere, die meisten für „Grundlagenforschung“ – oft reine wissenschaftliche Neugier – aber auch für Waschmittel, Medikamente, Raumfahrt, Implantate, Militär, Botox oder die Intensivtierhaltung. Dabei wurde die medizinische Forschung oft um Jahre zurückgeworfen, weil Methoden, die Menschen helfen, am „Tiermodell“ nicht funktionieren (z.B. Bypass-Operation) und umgekehrt. Diese „Modelle“ sind künstlich krank gemachte Tiere, die ihre schweren Krankheiten natürlich oft gar nicht entwickeln könnten. Tiere werden im Namen der Wissenschaft vergiftet, verätzt, verstümmelt, zusammengenäht, Elektroschocks ausgesetzt u.v.m.

Todeszonen

Gülle aus der Tierhaltung gelangt über Regen und Flüsse in die Meere. Sie setzt Stickstoff und Phosphor frei, die zu massenhaftem Algenwachstum führen. Sterben die Algen, kommt es bei ihrer Zersetzung zu erheblichem Verbrauch von Sauerstoff. Es entstehen Todeszonen, in denen die Sauerstoffversorgung zusammenbricht und Leben für Tiere unmöglich ist. Viele haben keine Möglichkeit zur Flucht. Die größte Todeszone hat die Fläche von Tschechien. Die meisten großen Todeszonen gibt es in der Ostsee. Sie dehnen sich jeden Sommer aufs Neue aus. Die globale Erwärmung verschärft den Prozess, aber die Tierindustrie und Tierexkremente als Dünger sind hier zentrale Auslöser für noch mehr Tod.

Verkehr

Hunderttausende größere Wildtiere wie Rehe und ungezählte Millionen kleinere sterben jedes Jahr auf deutschen Straßen. Kleintiere wie Kröten zerreißt es allein durch Druckeffekte unter dem Auto schon bei mittleren Geschwindigkeiten. Aufwändige Schutzmaßnahmen sind begrenzt, schützen z.B. fast nie die Wanderungen der Jungtiere. Bei Vögeln oder Igeln gilt der zunehmende Verkehr neben intensiverer Landwirtschaft und Insektensterben als Hauptgrund für ihre Gefährdung. Autobahnen sind für viele Tiere unüberwindbare Hindernisse, welche die Verbreitung der Tiere beschränken und so Probleme im Genpool verursachen. Abrieb von Autoreifen ist zudem die größte Quelle einer weiteren Todesfalle für Tiere: Mikroplastik im Ozean.

Wolle

Schafe müssen nur geschoren werden, weil sie überzüchtet sind. Merinoschafe so sehr, dass ihre Haut Falten bildet, in denen sich besonders viel Wolle ansetzen kann. Fliegen legen ihre Eier in den Hautfalten ab und Menschen schneiden den Tieren daher ohne Betäubung tellergroße Stücke Fleisch aus dem lebendigen Leib, um die Fliegen fernzuhalten. Millionen Merinos sterben jedes Jahr infolge der Verstümmelung, an Schnittverletzungen bei der Schur oder weil sie Hitze und Kälte schutzlos ausgesetzt sind. Angorakaninchen sind Qualzuchten mit unbegrenzt wachsendem Fell. Sie leiden unter entzündeten Augen und ihnen wird die Wolle schonungslos unter Schreien aus der Haut gerissen. Kashmirziegen und Alpakas ergeht es nicht viel besser.

Zoos

Eisbären neben Löwen: Zoos machen das Unnatürliche möglich. Tiere leiden unter artwidrigen Haltungsbedingungen, Enge und Monotonie. Menschenaffen in Zoos können an von Menschen eingefangenen Erkältungen sterben. Wildfänge sind v.a. bei Wassertieren bis heute üblich. Viele Tiere weigern sich aber auch, sich in der Gefangenschaft fortzupflanzen. Andere haben mehr Nachwuchs als der Zoo braucht – überzählige Tiere werden immer wieder getötet oder an Tierhändler verkauft, die z.B. mit Laboren handeln. Zur Nachzucht werden weniger Männchen als Weibchen benötigt – auch bei bedrohten Arten. Die Zahl erfolgreicher Auswilderungen ist verschwindend gering und wird von den gesund Getöteten weit übertroffen.

Zirkus

Tiere in Zirkussen werden mit von außen kaum einzuschätzenden Methoden zu fragwürdigen Kunststücken gezwungen. Teils kommen Elektroschocks, Elefantenhaken und andere physische oder psychische Gewalt zum Einsatz. Selbst die Haltungsbedingungen der reisenden Betriebe können kaum kontrolliert werden. Schon durch die langen Transporten sind die Tiere einen erheblichen Teil ihres Lebens auf kleinstem Raum eingesperrt. Den Kopf schwenkende Elefanten oder hin und her laufende Tiger sind als Verhaltensstörungen eher die Regel als die Ausnahme. Es kommt zu Selbstverletzung und frühen Todesfällen. In Pferdeshows und Delfinarien sieht es ähnlich aus. Einige dressierte eingesperrte Delfine begehen sogar Suizid.

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